Die alten Sagen

© Susanne Weber
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Parzival - Sage (Sängersaal)

 

Königin Herzeloide wollte nie, dass ihr Sohn Parzival ein Ritter wird und zog ihn deshalb in Einsamkeit auf. Als dieser jedoch durch Zufall auf Ritter traf, wollte er selbst einer werden und begab sich auf den Weg zu König Artus, um dort zum Ritter geschlagen zu werden. Um ihren Sohn zu schützen steckte Herzeloide ihn in ein Narrengewand, da sie so sicher war, dass er am Hofe von König Artus nicht als Edelmann erkannt und zurückgeschickt werden würde. Doch Parzival war ein guter Kämpfer, besiegte einen Ritter und erhielt dessen Rüstung. Von da an begab er sich auf Reisen und gelangte zum kranken König Amfortas auf die Gralsburg. Um ihn zu heilen, müsste er den König fragen, was ihm fehlt, doch Parzival wusste dies nicht und konnte ihm somit nicht helfen.

Rastlos reiste er umher und erfuhr letztendlich, was den kranken König heilen könnte. Er begab sich zurück zur Gralsburg, fragte König Amfortas nach seiner Krankheit, heilte ihn so und wurde zum Gralskönig.

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Lohengrin - Sage (Wohnzimmer)

 

Der Gralsritter Lohengrin reiste nach Brabant, um dort die schöne Königstochter Elsa vor ihrer ungewollten Heirat mit Graf Telramund zu bewahren.

Gerade noch rechtzeitig eilte Lohengrin Elsa zu Hilfe und besiegte Graf Telramund im Zweikampf. Lohengrin war von da an für Elsa mehr als nur ihr Retter. Sie heirateten, doch bevor das geschah musste Elsa Lohengrin versprechen, ihn nie nach seiner Herkunft zu fragen, da er sonst zurück zur Gralsburg kehren müsse, um auch weiterhin Menschen in Not zu helfen.

Nach vielen Jahren glücklicher Ehe plagten Elsa schreckliche Zweifel. Sie brach ihr Versprechen und stellte Lohengrin die verhängnisvolle Frage zu seiner Herkunft.

Da es das Gesetz der Gralsritter so verlangt, musste sich Lohengrin von Elsa verabschieden und kehrte zurück zur Gralsburg.

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Tannhäuser - Sage (Arbeitszimmer)

 

Der Ritter Tannhäuser reiste als Minnesänger durch die Lande und verliebte sich in die schöne Elisabeth, die Nichte des Landgrafen Hermann in Thüringen.

Der mittellose Tannhäuser wusste, dass eine Liebe zwischen ihm und Elisabeth nie möglich wäre, da deren Standesunterschied zu hoch war, weswegen er sich aufmachte und ruhelos umherzog.

Sein Weg führte ihn zum Hörselberg, in dem sich das Reich der Göttin Venus befand. Von ihrer Schönheit verführt verbrachte Tannhäuser ein Jahr bei ihr, jedoch brachte ihm auch das keine Erfüllung.

Er verließ sie und machte sich auf zur Wartburg, um am Sängerkrieg teilzunehmen in der Hoffnung, dort die schöne Elisabeth vielleicht doch für sich zu gewinnen. Jedoch verspottete man ihn nur, weswegen er nach Rom pilgerte, um beim Papst seinen Seelenfrieden zu finden, leider erfolglos. Unglücklich reiste er umher und ward nie mehr gesehen.

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Tristan und Isolde (Schlafzimmer)

 

Tristan wurde losgeschickt, um die irische Prinzessin Isolde für König Marke von Cornwall zu gewinnen.

Isolde willigte zu dieser Heirat ein und begleitete Tristan nach England. Durch ein Missverständnis tranken Tristan und Isolde auf ihrer Reise einen Liebestrank und verliebten sich ineinander.

In England angekommen heiratete Isolde, wie versprochen, König Marke von Cornwall. Jedoch hielt die Wirkung des Liebestrankes nach wie vor an, weswegen sich Tristan und Isolde weiterhin heimlich trafen.

Eines Tages wurden die beiden zusammen ertappt, woraufhin Tristan beim Zweikampf mit einem Gefolgsmann des Königs schwer verwundet wurde. Er erlag seinen Verletzungen und Isolde war über Tristans Tod so traurig, dass sie noch an dessen Sterbebett zusammenbrach und verstarb.